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Kostenlose Vorlage · Aktualisiert

Vorlage: Vollmacht für einzelne Angelegenheiten (Einzelvollmacht)

Eine Einzelvollmacht erlaubt einem namentlich genannten Bevollmächtigten, für Sie eine bestimmte, begrenzte Aufgabe zu erledigen, etwa Unterlagen abzuholen, Ware entgegenzunehmen oder über ein bestimmtes Kundenkonto zu sprechen, für einen festen Zeitraum, mit Ausweisangaben und Widerrufsrecht.

Eine Einzelvollmacht ist eine kurze, unterschriebene Erklärung, mit der eine Person oder ein Unternehmen jemand anderen ermächtigt, für eine bestimmte, begrenzte Aufgabe in ihrem Namen zu handeln: Unterlagen abholen, ein Paket oder Ware entgegennehmen, mit dem Energieversorger oder Vermieter über ein bestimmtes Konto sprechen. Sie brauchen sie, wenn eine Stelle nur mit Ihnen persönlich verhandeln will, solange Sie nicht schriftlich bestätigen, dass ein anderer für Sie auftritt. In Deutschland ist eine Vollmacht grundsätzlich formfrei (§ 167 Abs. 2 BGB); für einige wichtige Geschäfte gilt aber eine strengere Form.

Diese Vorlage verwenden — online unterschreibenÖffnet sich als versandfertiges Dokument mit platzierten Unterschriftsfeldern.
Ersetzen Sie alles in [KLAMMERN], exportieren Sie als PDF und senden Sie das Dokument zur Unterschrift.

1. Angaben zur Vollmacht

Datum: [DATUM] An: [EMPFÄNGER, z. B. Unternehmen, Behörde, Vermieter], [ABTEILUNG, FALLS BEKANNT], [ANSCHRIFT ODER E-MAIL] Betreff: Vollmacht für [KURZE BESCHREIBUNG DER AUFGABE], Kunden- oder Vorgangsnummer [NUMMER / ENTFÄLLT]

2. Vollmachtgeber

Ich, [VOLLSTÄNDIGER NAME] [ODER: FIRMA, RECHTSFORM, vertreten durch NAME, FUNKTION], geboren am [GEBURTSDATUM, BEI PRIVATPERSONEN], wohnhaft bzw. ansässig in [ANSCHRIFT], Telefon [TELEFON], E-Mail [E-MAIL] (der „Vollmachtgeber“), bin [KONTOINHABER / EIGENTÜMER / KUNDE / ANTRAGSTELLER] in der unten beschriebenen Angelegenheit.

3. Bevollmächtigter

Ich bevollmächtige [VOLLSTÄNDIGER NAME DES BEVOLLMÄCHTIGTEN] [ODER: FIRMA, handelnd durch ihre Mitarbeiterin / ihren Mitarbeiter NAME], geboren am [GEBURTSDATUM], wohnhaft in [ANSCHRIFT], Telefon [TELEFON] (der „Bevollmächtigte“), mich im Umfang von Abschnitt 4 zu vertreten. Verhältnis zu mir: [FAMILIENMITGLIED / MITARBEITER / DIENSTLEISTER / SONSTIGES]. Der Bevollmächtigte weist sich mit [PERSONALAUSWEIS ODER REISEPASS / FIRMENAUSWEIS / REFERENZCODE] aus, der den oben genannten Namen trägt.

4. Umfang der Vollmacht

Der Bevollmächtigte darf für mich ausschließlich Folgendes erledigen: [KONKRETE AUFGABE(N), zum Beispiel: die Originalunterlagen zum Antrag Nr. NUMMER abholen; die Bestellung Nr. NUMMER entgegennehmen; über die Abrechnung des Kundenkontos Nr. NUMMER sprechen und eine Ratenzahlung anfragen; Kopien von UNTERLAGEN erhalten]. Er darf die Empfangsbestätigungen und üblichen Quittungen unterschreiben, die zur Erledigung dieser Aufgaben nötig sind.

5. Grenzen

Diese Vollmacht berechtigt den Bevollmächtigten nicht, [KONTEN ZU ERÖFFNEN ODER ZU SCHLIESSEN / KONTOINHABER, KONTAKT- ODER ZAHLUNGSDATEN ZU ÄNDERN / ZAHLUNGEN ZU LEISTEN ODER ENTGEGENZUNEHMEN / VERTRÄGE ZU SCHLIESSEN, ZU KÜNDIGEN ODER NEUEN BEDINGUNGEN ZUZUSTIMMEN / ANDERE KONTEN ODER VORGÄNGE ZU BETREFFEN / WEITERE GRENZEN]. Was in Abschnitt 4 nicht genannt ist, ist ausgeschlossen. Untervollmachten darf der Bevollmächtigte nicht erteilen. Diese Vollmacht ist keine General- oder Vorsorgevollmacht.

6. Gültigkeit und Widerruf

Die Vollmacht gilt ab [DATUM] bis [DATUM] oder bis zur Erledigung der Aufgabe in Abschnitt 4, je nachdem, was früher eintritt [ODER: für eine einmalige Verwendung]. Ich kann sie jederzeit widerrufen (§ 168 BGB), indem ich dies dem Bevollmächtigten und [EMPFÄNGER] unter [KONTAKTDATEN] in Textform mitteile. Der Widerruf wirkt gegenüber dem Empfänger, sobald er ihm zugeht; bereits vorgenommene Handlungen bleiben wirksam. Nach Ende der Vollmacht gibt der Bevollmächtigte eine ihm ausgehändigte Vollmachtsurkunde zurück (§ 175 BGB).

7. Prüfung und Kontakt

Zur Überprüfung dieser Vollmacht erreichen Sie mich unter [TELEFON] oder [E-MAIL]. Eine Kopie meines Ausweises [IST BEIGEFÜGT, NICHT BENÖTIGTE ANGABEN GESCHWÄRZT / KANN AUF ANFRAGE VORGELEGT WERDEN]. Verlangt Ihre Stelle für diese Aufgabe ein eigenes Formular, eine Beglaubigung oder das Original auf Papier, teilen Sie mir das bitte mit; ich reiche es nach.

8. Form und elektronische Unterschrift

Diese Vollmacht wird elektronisch unterschrieben; eine elektronisch unterschriebene Fassung hat dieselbe Wirkung wie das Original, sofern der Empfänger keine andere Form verlangt und das Gesetz keine strengere Form vorschreibt. Hinweis: Für Grundbuch, Handelsregister, Gründung einer GmbH, Ausschlagung einer Erbschaft und andere Erklärungen, für die eine öffentlich beglaubigte oder notarielle Vollmacht vorgeschrieben ist, genügt diese Vollmacht nicht. Für einseitige Erklärungen wie Kündigungen sollte der Bevollmächtigte die Vollmacht im Original auf Papier vorlegen können (§ 174 BGB).

9. Unterschriften

[ORT], den [DATUM] VOLLMACHTGEBER: [NAME] [UND FUNKTION, WENN FÜR EIN UNTERNEHMEN] Unterschrift: ____________________ Datum: [DATUM] KENNTNISNAHME DURCH DEN BEVOLLMÄCHTIGTEN (optional): [NAME] Unterschrift: ____________________ Datum: [DATUM]

Unsere Einschätzung: Unser Rat: Eine Einzelvollmacht funktioniert, weil sie eng ist. Nennen Sie den Bevollmächtigten, die Aufgabe, die Kunden- oder Vorgangsnummer und ein Enddatum. Ein Satz wie „darf mich in allen Angelegenheiten vertreten“ macht daraus eine Generalvollmacht, und die meisten Stellen lehnen so etwas ohne Beglaubigung ab. Wichtig ist, wofür die einfache Form nicht reicht. Für das Grundbuch braucht es öffentlich beglaubigte Urkunden (§ 29 GBO), für Anmeldungen zum Handelsregister eine öffentlich beglaubigte Vollmacht (§ 12 HGB), für die Gründung einer GmbH eine notariell errichtete oder beglaubigte (§ 2 Abs. 2 GmbHG) und für die Ausschlagung einer Erbschaft ebenfalls eine öffentlich beglaubigte (§ 1945 Abs. 3 BGB). Eine Falle steckt in § 174 BGB: Kündigt, mahnt oder tritt jemand als Bevollmächtigter zurück, kann der Empfänger die Erklärung unverzüglich zurückweisen, wenn keine Vollmachtsurkunde im Original vorgelegt wird. Ein elektronisch unterschriebenes PDF ist dafür kein sicherer Nachweis; geben Sie in solchen Fällen eine Vollmacht auf Papier mit. Banken, die Post, Behörden und Gerichte haben oft eigene Formulare oder verlangen das Original. Wer jemanden dauerhaft für Geld, Gesundheit und Wohnen einsetzen will, braucht eine Vorsorge- oder Generalvollmacht, die meist notariell beglaubigt wird. Fragen Sie den Empfänger vorher, was er akzeptiert.

Wann ist die Vorlage „vollmacht für einzelne angelegenheiten“ die richtige Wahl?

  • Wenn jemand anderes für Sie Unterlagen, Schlüssel, ein Paket oder Ware abholen soll
  • Wenn ein Familienmitglied, eine Assistenz oder ein Dienstleister mit Versorger, Vermieter oder Anbieter über ein bestimmtes Konto sprechen soll
  • Wenn ein Unternehmen einen Dienstleister ermächtigt, für einen bestimmten Vorgang Unterlagen einzureichen oder anzufordern
  • Wenn Sie verreist oder verhindert sind und eine einzelne Aufgabe erledigt haben wollen, ohne weitreichende Befugnisse zu erteilen

Wie füllen Sie diese Vorlage aus?

  1. Fragen Sie den Empfänger zuerst, ob er für diese Aufgabe eine einfache Vollmacht akzeptiert oder ein eigenes Formular, eine Beglaubigung oder das Original auf Papier verlangt.
  2. Tragen Sie Kunden- oder Vorgangsnummer ein und beschreiben Sie die Aufgabe in Abschnitt 4 so eng wie möglich.
  3. Listen Sie in Abschnitt 5 auf, was der Bevollmächtigte nicht darf, besonders bei Geld, Verträgen und Kontoänderungen.
  4. Setzen Sie Beginn und Ende oder machen Sie die Vollmacht einmalig, und geben Sie Kontaktdaten zur Überprüfung an.
  5. Laden Sie die Vollmacht in eSignSimple hoch, speichern Sie sie als Vorlage, wenn Sie öfter ähnliche Vollmachten brauchen, und senden Sie sie zur Unterschrift; den Bevollmächtigten können Sie als zweiten Unterzeichner hinzufügen.

Wie lassen Sie das Dokument online unterschreiben?

  1. Als Word oder PDF speichern. Fügen Sie den ausgefüllten Text in Word oder Google Docs ein und speichern Sie ihn als .docx-Datei oder exportieren Sie ihn als PDF. eSignSimple akzeptiert beides, dazu DOC, ODT und RTF, bis 25 MB; Word-Dateien werden beim Hochladen in PDF umgewandelt.
  2. Hochladen und Felder platzieren. Melden Sie sich mit Google an, laden Sie die Datei hoch und ziehen Sie für jeden Unterzeichner Felder für Unterschrift, Initialen, Datum und Text auf die Seite. Legen Sie eine Reihenfolge fest, wenn eine Partei zuerst unterschreiben muss.
  3. Zur Unterschrift senden. Jeder Unterzeichner erhält einen persönlichen Link und unterschreibt im Browser, ohne ein Konto anzulegen. Automatische E-Mail-Erinnerungen gehen alle drei Tage raus (höchstens drei), bis alle unterschrieben haben.
  4. Unterschriebene Fassung aufbewahren. Sobald die letzte Person unterschrieben hat, können alle die finale PDF mit Abschlusszertifikat, Audit-Trail und einem SHA-256-Fingerabdruck herunterladen, den Sie später prüfen können.

Unterschreiben Sie nur auf Ihrem eigenen Gerät? Die Anleitung zum PDF-Unterschreiben zeigt die kostenlosen Bordmittel, und die Sicherheitsseite erklärt, wie unterschriebene Dateien gespeichert und geprüft werden.

Diese Vorlage ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Die Rechtslage unterscheidet sich je nach Land; lassen Sie Verträge mit hohem Risiko anwaltlich prüfen.

Geschrieben von Buğra Sözeri, Gründer und Redakteur, eSignSimple · Zuletzt geprüft

Buğra entwickelt eSignSimple und schreibt und pflegt die Ratgeber. Jede Rechtsseite prüft er anhand der dort verlinkten amtlichen Texte und aktualisiert sie, wenn sich Gesetz oder Produkt ändern. Er ist kein Anwalt, und nichts hier ist Rechtsberatung. Über eSignSimple

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Einzelvollmacht, Generalvollmacht und Vorsorgevollmacht?

Eine Einzelvollmacht gilt nur für eine bestimmte Aufgabe. Eine Generalvollmacht erlaubt die Vertretung in allen Angelegenheiten, in denen Vertretung zulässig ist. Eine Vorsorgevollmacht soll vor allem greifen, wenn Sie selbst nicht mehr entscheiden können, etwa bei Krankheit. General- und Vorsorgevollmachten werden in der Praxis meist notariell beglaubigt, damit Banken und Grundbuchämter sie akzeptieren.

Muss eine Vollmacht notariell beglaubigt werden?

In der Regel nicht, denn sie ist formfrei (§ 167 Abs. 2 BGB). Ausnahmen gelten unter anderem für Erklärungen gegenüber dem Grundbuchamt (§ 29 GBO), Anmeldungen zum Handelsregister (§ 12 HGB), die Gründung einer GmbH (§ 2 Abs. 2 GmbHG) und die Ausschlagung einer Erbschaft (§ 1945 Abs. 3 BGB). Was ein Notar dabei prüft, erklärt unser Glossareintrag zur notariellen Beurkundung und Beglaubigung.

Akzeptieren Bank oder Post diese Vollmacht?

Für wichtige Vorgänge oft nicht. Banken arbeiten meist mit eigenen Kontovollmachten, die in der Filiale oder im Onlinebanking erteilt werden, und auch die Post hat eigene Formulare für die Abholung von Sendungen. Behörden können verlangen, dass die Vollmacht schriftlich nachgewiesen wird. Nutzen Sie das Formular der Stelle, wenn es eines gibt.

Wie widerrufe ich eine Vollmacht?

Teilen Sie den Widerruf dem Bevollmächtigten und der Stelle mit, der Sie die Vollmacht vorgelegt haben, am besten in Textform, und lassen Sie sich eine Vollmachtsurkunde auf Papier zurückgeben (§ 175 BGB). Abschnitt 6 der Vorlage regelt das.

Kann ich eine Vollmacht elektronisch unterschreiben?

Für viele Alltagsangelegenheiten ja, und eine elektronisch unterschriebene Vollmacht mit Audit-Trail lässt sich leicht überprüfen. Für die oben genannten Ausnahmen brauchen Sie einen Notar, und für einseitige Erklärungen wie Kündigungen sollte die Vollmacht im Original auf Papier vorliegen. Klären Sie mit dem Empfänger, was er akzeptiert.

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