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Kostenlose Vorlage · Aktualisiert

Vorlage: Provisionsvereinbarung für Mitarbeitende im Vertrieb

Eine Provisionsvereinbarung regelt die variable Vergütung von Vertriebsmitarbeitenden: Provisionssätze, Bemessungsgrundlage, Fälligkeit, Abrechnung, Stornos und Ausscheiden.

Eine Provisionsvereinbarung legt fest, wie Mitarbeitende im Vertrieb zusätzlich zum Fixgehalt am Umsatz beteiligt werden: Provisionssätze, Bemessungsgrundlage, Abrechnung, Stornos und was beim Ausscheiden gilt. Sie brauchen sie für jede Vertriebsrolle mit variabler Vergütung. In Deutschland ist sie als Ergänzung zum Arbeitsvertrag formfrei (§ 65 HGB verweist auf die Provisionsregeln des Handelsvertreterrechts), muss aber im Nachweis der Arbeitsbedingungen erscheinen.

Diese Vorlage verwenden — online unterschreibenÖffnet sich als versandfertiges Dokument mit platzierten Unterschriftsfeldern.
Ersetzen Sie alles in [KLAMMERN], exportieren Sie als PDF und senden Sie das Dokument zur Unterschrift.

1. Parteien und Bezug

Diese Provisionsvereinbarung wird am [DATUM] geschlossen zwischen [NAME DES ARBEITGEBERS], [ANSCHRIFT] (der „Arbeitgeber“), und [NAME DES MITARBEITENDEN] (der „Mitarbeitende“). Sie ergänzt den Arbeitsvertrag vom [DATUM]; im Übrigen gilt der Arbeitsvertrag.

2. Fixgehalt

Der Mitarbeitende erhält weiterhin ein festes Bruttomonatsgehalt von [BETRAG] EUR. Das Fixgehalt liegt mindestens beim gesetzlichen Mindestlohn für die vereinbarte Arbeitszeit; Provisionen werden darauf nicht angerechnet.

3. Provisionspflichtige Geschäfte

Provisionspflichtig sind Geschäfte mit Kunden in [GEBIET / KUNDENGRUPPE / PRODUKTLINIE], die während des Arbeitsverhältnisses durch die Tätigkeit des Mitarbeitenden abgeschlossen werden. Ausgenommen sind [z. B. Bestandskunden der Liste in Anlage A, Konzernaufträge].

4. Provisionssatz und Bemessungsgrundlage

Die Provision beträgt [PROZENT] % des Nettoumsatzes (Rechnungsbetrag ohne Umsatzsteuer, nach Rabatten und Gutschriften) [ODER: Staffel: bis BETRAG EUR Quartalsumsatz PROZENT %, darüber PROZENT %]. [OPTIONAL: Bei Erreichen des Jahresziels von BETRAG EUR zahlt der Arbeitgeber einen Bonus von BETRAG EUR brutto.]

5. Entstehung und Fälligkeit

Der Anspruch auf Provision entsteht, sobald der Kunde das Geschäft bezahlt hat. Der Arbeitgeber rechnet monatlich bis zum [TAG] des Folgemonats ab und zahlt die Provision mit dem nächsten Gehalt. Die Abrechnung nennt die einzelnen Geschäfte, Umsätze und Provisionsbeträge.

6. Stornos und Rückforderung

Wird ein Geschäft rückabgewickelt, erstattet oder vom Kunden nicht bezahlt, ohne dass der Arbeitgeber dies zu vertreten hat, entfällt die Provision. Bereits gezahlte Provisionen werden mit künftigen Provisionen verrechnet; eine Verrechnung mit dem Fixgehalt erfolgt nur im Rahmen der Pfändungsfreigrenzen.

7. Abwesenheit

Während Urlaub, Krankheit und anderer bezahlter Freistellungen wird die Provision nach dem Durchschnitt der letzten [ANZAHL, z. B. 12] Monate fortgezahlt, soweit das Gesetz dies verlangt.

8. Ausscheiden

Für Geschäfte, die vor dem Ende des Arbeitsverhältnisses abgeschlossen wurden oder überwiegend auf die Tätigkeit des Mitarbeitenden zurückgehen und innerhalb einer angemessenen Frist nach dem Ausscheiden abgeschlossen werden, bleibt der Provisionsanspruch bestehen (§ 87 Abs. 3 HGB). Sie werden nach Zahlungseingang abgerechnet.

9. Änderungen

Provisionssätze und Ziele für künftige Zeiträume können die Parteien jährlich in Textform neu vereinbaren. Bereits entstandene Ansprüche bleiben unberührt. Ein Widerrufsvorbehalt besteht nicht.

10. Unterschriften

Die Parteien sind sich einig, dass dieser Vertrag elektronisch und in mehreren Ausfertigungen unterzeichnet werden kann und dass elektronische Unterschriften dieselbe Wirkung haben wie eigenhändige Unterschriften. Hinweis: Eine Befristung des Arbeitsverhältnisses, seine Kündigung oder ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot sind nicht Gegenstand dieser Vereinbarung; sie bedürfen der Schriftform mit eigenhändiger Unterschrift. ARBEITGEBER: [NAME] Unterschrift: ____________________ Name, Funktion: [NAME, FUNKTION] Datum: [DATUM] MITARBEITENDE(R): [NAME] Unterschrift: ____________________ Datum: [DATUM]

Unsere Einschätzung: Unser Rat: Jede unklare Formulierung im Provisionsplan wird gegen den Arbeitgeber ausgelegt. Schreiben Sie, was „Umsatz“ heißt (netto, nach Rabatten, nach Zahlungseingang), wann die Provision entsteht und wie Stornos verrechnet werden. Der gesetzliche Mindestlohn muss durch das Fixum oder garantierte Beträge gesichert sein, Provisionen dürfen ihn nicht ersetzen. Mitarbeitende haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen Buchauszug (§ 87c HGB); eine monatliche Abrechnung erspart Ihnen das. Ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot gehört nicht hierher: Es braucht Schriftform und eine Karenzentschädigung (§§ 74 ff. HGB). Die Grundlage bleibt der Arbeitsvertrag; für externe Vermittler nutzen Sie den Tippgebervertrag.

Wann ist die Vorlage „provisionsvereinbarung für mitarbeitende im vertrieb“ die richtige Wahl?

  • Wenn eine Vertriebsstelle mit Fixum und Provision besetzt wird
  • Bei der jährlichen Anpassung von Provisionssätzen oder Zielen
  • Wenn Account Manager an Verlängerungen oder Upsells beteiligt werden
  • Wenn bisher nur mündlich zugesagte Provisionen klar geregelt werden sollen

Wie füllen Sie diese Vorlage aus?

  1. Verweisen Sie auf den bestehenden Arbeitsvertrag und tragen Sie das Fixgehalt ein.
  2. Legen Sie Gebiet, Kunden oder Produkte fest und listen Sie Ausnahmen in Anlage A.
  3. Definieren Sie Provisionssatz, Staffel und Bemessungsgrundlage präzise.
  4. Ergänzen Sie Abrechnungstermin, Storno-Regel und Ausscheiden.
  5. Senden Sie die Vereinbarung mit eSignSimple zur Unterschrift und legen Sie sie zur Personalakte.

Wie lassen Sie das Dokument online unterschreiben?

  1. Als Word oder PDF speichern. Fügen Sie den ausgefüllten Text in Word oder Google Docs ein und speichern Sie ihn als .docx-Datei oder exportieren Sie ihn als PDF. eSignSimple akzeptiert beides, dazu DOC, ODT und RTF, bis 25 MB; Word-Dateien werden beim Hochladen in PDF umgewandelt.
  2. Hochladen und Felder platzieren. Melden Sie sich mit Google an, laden Sie die Datei hoch und ziehen Sie für jeden Unterzeichner Felder für Unterschrift, Initialen, Datum und Text auf die Seite. Legen Sie eine Reihenfolge fest, wenn eine Partei zuerst unterschreiben muss.
  3. Zur Unterschrift senden. Jeder Unterzeichner erhält einen persönlichen Link und unterschreibt im Browser, ohne ein Konto anzulegen. Automatische E-Mail-Erinnerungen gehen alle drei Tage raus (höchstens drei), bis alle unterschrieben haben.
  4. Unterschriebene Fassung aufbewahren. Sobald die letzte Person unterschrieben hat, können alle die finale PDF mit Abschlusszertifikat, Audit-Trail und einem SHA-256-Fingerabdruck herunterladen, den Sie später prüfen können.

Unterschreiben Sie nur auf Ihrem eigenen Gerät? Die Anleitung zum PDF-Unterschreiben zeigt die kostenlosen Bordmittel, und die Sicherheitsseite erklärt, wie unterschriebene Dateien gespeichert und geprüft werden.

Diese Vorlage ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Die Rechtslage unterscheidet sich je nach Land; lassen Sie Verträge mit hohem Risiko anwaltlich prüfen.

Geschrieben von Buğra Sözeri, Gründer und Redakteur, eSignSimple · Zuletzt geprüft

Buğra entwickelt eSignSimple und schreibt und pflegt die Ratgeber. Jede Rechtsseite prüft er anhand der dort verlinkten amtlichen Texte und aktualisiert sie, wenn sich Gesetz oder Produkt ändern. Er ist kein Anwalt, und nichts hier ist Rechtsberatung. Über eSignSimple

Häufige Fragen

Muss eine Provisionsvereinbarung schriftlich sein?

Die Vereinbarung selbst ist formfrei. Die Zusammensetzung des Arbeitsentgelts gehört aber in den Nachweis nach dem Nachweisgesetz, den der Arbeitgeber in Textform erteilen kann, sofern der Mitarbeitende keinen schriftlichen Nachweis verlangt.

Darf eine Provision den Mindestlohn ersetzen?

Nein. Pro Arbeitsstunde muss mindestens der Mindestlohn ankommen; ein reines Provisionsmodell ohne Garantie ist für Arbeitnehmer riskant.

Was passiert mit Provisionen nach einer Kündigung?

Für Geschäfte, die auf die Tätigkeit des Mitarbeitenden zurückgehen, bleibt der Anspruch auch nach dem Ausscheiden bestehen. Klauseln, die alle offenen Provisionen streichen, sind meist unwirksam.

Kann eine Provisionsvereinbarung elektronisch unterschrieben werden?

Ja. eSignSimple speichert einen Audit-Trail mit Zeitstempeln und Hashwert. Kündigung, Befristung und Wettbewerbsverbot unterschreiben Sie dagegen auf Papier.

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