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Glossar · Aktualisiert

UETA

Der UETA (Uniform Electronic Transactions Act) ist ein US-Modellgesetz, das 49 Bundesstaaten übernommen haben und das elektronische Dokumente und Signaturen anerkennt.

UETA: Was bedeutet der Begriff?

Der UETA, der Uniform Electronic Transactions Act, ist ein Modellgesetz, das die Uniform Law Commission 1999 veröffentlicht hat. Er stellt elektronische Dokumente und elektronische Signaturen in ihrer Rechtswirkung Papier und handschriftlicher Unterschrift gleich. Übernommen haben ihn 49 Bundesstaaten, der District of Columbia und mehrere US-Territorien. Die bekannte Ausnahme ist New York, das sich stattdessen auf seinen eigenen Electronic Signatures and Records Act (ESRA) stützt.

Der Uniform Electronic Transactions Act gilt nur, wenn die Parteien vereinbart haben, ein Geschäft elektronisch abzuwickeln. Diese Vereinbarung muss keine förmliche Klausel sein; sie kann sich aus den Umständen und dem Verhalten ergeben, etwa wenn ein Käufer auf ein per E-Mail geschicktes Angebot antwortet und über einen Link unterschreibt. Wer einem Geschäft elektronisch zugestimmt hat, ist nicht verpflichtet, auch alle weiteren Geschäfte elektronisch abzuwickeln.

Außerdem regelt der UETA die Zurechnung. Eine elektronische Signatur ist einer Person zuzurechnen, wenn sie auf deren Handlung beruht, und das kann auf jede Weise nachgewiesen werden, auch über die Wirksamkeit eines eingesetzten Sicherheitsverfahrens. Deshalb speichern Plattformen E-Mail-Adressen, IP-Adressen, Zeitstempel und Geräteinformationen: Sie helfen zu zeigen, dass eine bestimmte Person tatsächlich unterschrieben hat.

Stellen Sie sich ein kleines Personalteam vor, das in Texas und Ohio einstellt. Beide Bundesstaaten haben den UETA umgesetzt, also sind online unterschriebene Angebotsschreiben und Richtlinienbestätigungen grundsätzlich durchsetzbar. Das Team muss die unterschriebenen Dokumente trotzdem so aufbewahren, dass sie sich genau wiedergeben lassen, denn der UETA knüpft die Gültigkeit eines elektronischen Dokuments an seine Aufbewahrung.

Oft wird angenommen, UETA und der ESIGN Act seien konkurrierende Regeln. In der Praxis überschneiden sie sich. ESIGN ist Bundesrecht und setzt eine Untergrenze; hat ein Bundesstaat den UETA in einer mit dem Modell übereinstimmenden Fassung übernommen, lässt ESIGN in der Regel das Landesrecht gelten. Ein weiterer Irrtum: Der UETA decke alles ab. Er nimmt Testamente, Testamentsnachträge und testamentarische Trusts sowie den Großteil des Uniform Commercial Code mit Ausnahme bestimmter Artikel aus, und manche Bundesstaaten ergänzen eigene Ausnahmen.

Unsere Meinung: Die stille Stärke des UETA ist, dass er auf Vereinbarung und Zurechnung setzt statt auf Technik. Er belohnt Unternehmen, die sauber festhalten, wer wann was getan hat, und das ist sinnvoller, als sich Gedanken darüber zu machen, wie schick die Unterschrift aussieht.

eSignSimple liefert genau diese Art von Nachweis. Jedes unterschriebene Dokument enthält einen Audit-Trail mit Zeitstempeln, IP- und Geräteangaben und ein Abschlusszertifikat, dazu einen SHA-256-Hash, den Sie auf unserer Seite /verify bestätigen können. Prüfen Sie wie immer die konkreten Anforderungen Ihres Bundesstaats und Ihres Dokumenttyps.

UETA: Wie sieht das in der Praxis aus?

Ein Dachdecker in Ohio schickt einem Hausbesitzer ein Angebot per E-Mail, und der Hausbesitzer antwortet, er wolle online unterschreiben. Dieser Austausch zeigt, dass beide Seiten das Geschäft elektronisch abwickeln wollen, also gilt der UETA. Der Dachdecker versendet den Vertrag über eSignSimple, der Hausbesitzer unterschreibt auf dem Tablet, und der Audit-Trail hält E-Mail-Adresse, IP-Adresse und Zeitpunkt der Unterschrift fest, was die Zurechnung der Signatur zum Hausbesitzer erleichtert.

Welche Begriffe hängen damit zusammen?

  • Elektronische Signatur: Eine elektronische Signatur sind Daten in elektronischer Form, mit denen eine Person ein Dokument unterzeichnet, von der getippten Unterschrift bis zur qualifizierten Signatur mit Zertifikat.
  • Audit-Trail: Ein Audit-Trail ist das Protokoll aller Ereignisse an einem Dokument, mit Zeitstempel, IP-Adresse und Gerät, und der wichtigste Beweis für eine einfache elektronische Signatur.
  • Eigenhändige Unterschrift: Die eigenhändige Unterschrift ist die mit Stift auf Papier geleistete Namensunterschrift; sie ist Voraussetzung der gesetzlichen Schriftform nach § 126 BGB.
  • ESIGN Act: Der ESIGN Act ist ein US-Bundesgesetz aus dem Jahr 2000, das elektronischen Signaturen und Dokumenten im zwischenstaatlichen Handel dieselbe Rechtsgültigkeit gibt wie Papier und Tinte.

Häufige Fragen

Welcher Bundesstaat hat den UETA nicht übernommen?

New York ist der einzige Bundesstaat ohne UETA. Er stützt sich auf seinen eigenen Electronic Signatures and Records Act (ESRA), der elektronische Signaturen ebenfalls für die meisten Zwecke anerkennt. Weil der ESIGN Act landesweit gilt, sind elektronische Signaturen grundsätzlich auch in New York gültig; die besonderen Ausnahmen des ESRA sollten Sie aber prüfen.

Verlangt der UETA, dass die Parteien einer elektronischen Unterschrift zustimmen?

Ja. Der UETA gilt nur für Geschäfte, bei denen jede Partei vereinbart hat, das Geschäft elektronisch abzuwickeln. Die Vereinbarung kann sich aus Umständen und Verhalten ergeben, etwa aus einer Antwort auf eine E-Mail und der Unterschrift über einen Link. Eine Partei kann ein späteres Geschäft auf elektronischem Weg ablehnen, auch wenn sie früher zugestimmt hat.

Wie hängen UETA und ESIGN Act zusammen?

Sie greifen ineinander. ESIGN ist die bundesrechtliche Grundlage und lässt die UETA-Fassung eines Bundesstaats gelten, wenn dieser die einheitliche Version stimmig übernommen hat. In der Praxis führen beide Gesetze bei den meisten Geschäftsdokumenten zum selben Ergebnis: Einer elektronischen Signatur und einem elektronischen Dokument darf die Wirkung nicht allein deshalb abgesprochen werden, weil sie elektronisch sind.

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